Luminous Touch – Die Erforschung fühlbarer Kommunikation

Wie fühlt sich Kommunikation an, wenn sie über Licht, Bewegung und Berührung geschieht – statt über Worte?
Luminous Touch ist ein forschungsbasiertes UX-Projekt, das die emotionale und psychologische Dimension von Touch untersucht. Zwei interaktive Wearables verbinden Körper und Technologie in einem offenen Experiment: Jede Berührung wird in Vibration und Licht übersetzt, jede Reaktion sichtbar gemacht.

Das Projekt bewegt sich zwischen UX-Research, performativer Kunst und Human-Computer-Interaction – ein Versuch, Empathie, Einverständnis und Nähe als Designparameter zu verstehen.

Client
Self-initiated art and research project

Zeitraum
September 2024-laufend

Rolle
Guest Researcher & Designer (gemeinsam mit Matthias Krauß)

Aufgaben
Garment design, concept.
All elements and concept are development together with Matthias Krauß

Challenge und Fragen

Wie kann Feedback körperlich spürbar sein – nicht nur über Interface, sondern im Körper selbst?
Wie verändert die Art der Performer:innen das emotionale Erleben des Publikums?
Wie geht das Publikum mit der Berührung von Performer:innen unterschiedlicher Gender, Ethnie und körperlicher Behinderung um?

Diese Fragen bildeten die Grundlage dieser iterativen Forschungsarbeit, in der Technik, Wahrnehmung und Ethik der Interaktion verschmolzen.

Die Idee existiert bereits seit mehreren Jahren. Durch die Fördermittel von FeralAIR und Subnet AIR sowie der Hochschule Salzburg können wir das Konzept erforschen, die technischen Möglichkeiten evaluieren und das Projekt gemeinsam mit anderen Forscher*innen und Künstler*innen weiterentwickeln.

Approach

Ich kombinierte klassische UX-Methoden mit experimenteller, körperbasierter Forschung:

Rapid und Iteratives Prototyping

Weiterentwicklung der sensorischen Hardware (Joysticks, LED-Matrix, Vibrationsmotoren) nach jedem Testzyklus.

Contextual Testing

Performative Sessions mit wechselnden Performer:innen und Publikum – als lebendes User-Testing.

Qualitative Forschung

Beobachtung, Interviews, Mapping emotionaler Reaktionen auf sensorische Stimuli.

Aesthetic Prototypin

Einsatz von Textil, Licht und Bewegung, um taktile Interfaces sinnlich erfahrbar zu machen.

Performatives Testing

Testing in Form von Performances und gemeinsam mit verschiedenen Testpersonen und unbeteiligtem Publikum, Beobachtung und Auswertung der Beobachtungen

Process

Ideen-Generierung, Research

Garment Design und Prototyping

MIDI-Controller – der gesamte Körper wird zum Interface. Jede Berührung auf dem „Joystick Suit“ wird in Echtzeit durch Licht und Vibration sichtbar und spürbar – sowohl für Performerinnen als auch für das Publikum.

Ziel war es, modulare, größenvariable Kleidungsstücke zu gestalten, die sich an unterschiedliche Körperformen anpassen lassen. Die Joysticks sollten als bewusst sichtbare, künstliche Elemente wirken und das Thema Berührung und Distanz neu interpretieren.

In mehreren Iterationen entwickelte ich das finale Design aus vier flexiblen Komponenten – Jacke, Weste und Armteile – die sich durch Klett- und Bindesysteme individuell anpassen lassen. So entstand ein künstlerisch-technisches Hybridobjekt, das Funktionalität, Ästhetik und symbolische Wirkung vereint. kletternder und Bindemöglichkeiten an die köroerformend der verformenden Persien anpassbar und durch die modularität kann der Anzug aus mehr oder weniger teilen bestehen.

Pre- version (realized as first sewing pattern prototype)
Pre- version (realized as first sewing pattern prototype)

Hardware & Interface-Design

Verbesserung der Sensorik basierend auf Daten aus der ersten Iteration.– Anpassung der Materialität (Dehnbarkeit, Druckpunkte, Signalübertragung).– Visuelle Rückmeldung durch LEDs: jede Bewegung erzeugt ein Lichtmuster, Überarbeitung der verwendeten Joysticks

Soldering boards, mounting joysticks
details boards with joysticks and LEDs
Sewing pattern with board-positions
Jacket with Joysticks mounts
Detail jacked with mounted joysticks

Iteration

Technische Optimierung nach jedem Zyklus.– Anpassung des Feedback-Designs: weniger lineare Steuerung, mehr wechselseitige Resonanz.

Testing & Performance

Testaufbauten mit Performer:innen → systematisches Erfassen emotionaler Reaktionen.– Beobachtung, wie Nähe, Zustimmung und Spannung durch Licht und Vibration wahrgenommen werden.– Feedback-Runden als „UX-Debrief“ nach jeder Performance.

Nächste Schritte

Oktober 2025: Forschung-aufenthalt mit luminous touch an der uni salzburg. Optimierung der Kleidungsstücke so dass wir unsere Forschungsfragen gezielt untersuchen können und Anfang 2026 wieder an die uni Salzburg kommen, um workshops zu machen und mit anderen Gewerken zu sprechen,